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Wissen9 ServiceGlas-Glossar A–Z
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Das Glas-Glossar von A bis Z

Alle wichtigen Fachbegriffe rund um Glas, Flaschen und Gläser – kurz und verständlich erklärt, an einem Ort zum Nachschlagen.

🔍 durchsuchbar
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A
Agraffe (muselet)Der Drahtkorb, der den Sektkorken gegen den Innendruck sichert; französisch für Maulkorb.
AltglasGebrauchte Flaschen und Gläser von Lebensmitteln und Getränken, die über die Altglascontainer gesammelt und recycelt werden.
Amber / BraunglasDas dunkelbraune Schutzglas, das einen Großteil des schädlichen Lichts abfangen soll - Standard für Bier und empfindliche Öle.
AnaerobBezeichnung für eine luftarme Umgebung - genau dort fühlen sich die guten Milchsäurebakterien wohl.
AnsatzDie Mischung aus Frucht, Zucker und Alkohol, die in der Flasche zieht, bevor sie abgeseiht wird.
AromaverlustDas langsame Nachlassen von Duft und Geschmack, während das Gewürz äußerlich unverändert bleibt.
Ätherische ÖleDie flüchtigen Duftstoffe im Gewürz, die für Geschmack und Aroma sorgen. Sie verfliegen mit der Zeit - genau das macht alte Gewürze fad.
B
Backmischung im GlasTrockene Backzutaten, sichtbar in Schichten in ein Glas gefüllt. Mit beigelegtem Rezept zum späteren Fertigbacken zuhause.
BarriereWie gut eine Verpackung Gase wie Sauerstoff fernhält. Eine gute Barriere hält den Inhalt länger frisch.
BodenvaseHohe Vase für den Boden, gedacht für sehr langstielige Blumen wie Gladiolen oder Lilien.
Bordeaux-FlascheZylindrische Flasche mit ausgeprägten Schultern, klassisch für kräftige Rotweine.
BorosilikatglasBesonders hitze- und temperaturwechselbeständiges Glas, das Sprünge durch schnelle Temperaturwechsel besser verträgt.
BotulismusEine seltene, aber ernste Vergiftung durch ein Bakteriengift, das in luftdichtem, säurearmem Einkochgut entstehen kann.
BringsystemDas Sammelprinzip, bei dem man sein Altglas selbst zum Container bringt, statt dass es zu Hause abgeholt wird.
BurgunderflascheBauchige, schulterlose Flasche, die sanft zum Hals abfällt, typisch für Spätburgunder und Chardonnay.
BügelglasGlas mit einem Glasdeckel, der über einen Drahtbügel und einen Gummiring fest verschlossen wird - besonders dicht.
BügelverschlussWiederverschließbarer Verschluss mit Drahtbügel und Porzellanstopfen, der nach dem Kniehebelprinzip festklemmt. Macht beim Öffnen Plopp.
C
ContainerkerzeEine Kerze, die direkt in ein Gefäß wie ein Glas gegossen wird; das Glas gibt ihr Form und Halt.
D
Deep-DeckelHöher gebaute Twist-Off-Variante. Nicht mit dem Standarddeckel gleicher Größe austauschbar.
DekantierenDas vorsichtige Abgießen eines alten Weins, um den klaren Wein vom Bodensatz zu trennen.
DepotDer natürliche Bodensatz aus Trübstoffen und Weinstein, der sich bei alten Weinen mit der Zeit absetzt.
DiamantgravurEin Diamantwerkzeug ritzt das Motiv fühlbar ins Glas - die traditionsreichste, aber auch aufwendigste Methode.
DichtungDie weiche Einlage oder der Gummiring, der die eigentliche Dichtarbeit leistet. Meist das einzige Teil, das mit der Zeit verschleißt und getauscht wird.
Digitaldruck (UV-Inkjet)Druckt alle Farben in einem Durchgang ohne Schablone direkt aufs Glas. Schon für kleine Mengen geeignet, dafür teurer pro Stück.
DochtDer brennende Faden in der Mitte der Kerze. Vor jedem Anzünden auf etwa fünf Millimeter kürzen für eine ruhige, rußarme Flamme.
DoppelkornEin klarer, fast geschmacksneutraler Getreidebrand mit mindestens etwa 38 Vol.-%, beliebt als Ansatzalkohol.
DruckeinkochtopfEin spezieller Topf, der Temperaturen über hundert Grad erreicht. Er gilt als die empfohlene Methode, um säurearmes Gut wie Fleisch und Bohnen sicherer haltbar zu machen.
DörrobstmotteHäufigste Lebensmittelmotte in der Speisekammer. Ihre Larven befallen Trockenvorräte und durchnagen Papier und Folie.
E
EinkochenHaltbarmachen von Lebensmitteln im verschlossenen Glas durch Erhitzen. Beim Abkühlen entsteht ein Vakuum, das den Deckel versiegelt.
EinlegenHaltbarmachen von außen durch heißen Essigsud oder Salz - im Gegensatz zum Fermentieren ein passiver Vorgang.
EinwegVerpackungen, die nur einmal benutzt und danach recycelt, also etwa eingeschmolzen oder geschreddert werden.
EisenstichDer grünliche Schimmer, den Eisenspuren im Sand dem normalen Klarglas geben - sichtbar vor allem an dicken Kanten.
Essig-TestGlas etwa 30 Minuten in Essig oder Zitronensäure legen. Trübung weg bedeutet Kalk, bleibt sie, ist es Korrosion.
F
FermentierenEin lebendiger Prozess, bei dem die eigenen Bakterien des rohen Gemüses Säure bilden und es so von selbst haltbar machen.
FIFO-PrinzipKurz für "first in, first out": Zuerst Eingelagertes wird zuerst verbraucht, Neues kommt nach hinten.
FruchtaufstrichEin rechtlich nicht geregelter Begriff - im Gegensatz zu Konfitüre - der frei in Frucht- und Zuckeranteil gestaltet werden darf.
G
GelierzuckerZucker, dem bereits Pektin und etwas Säure beigemischt sind - die fertige Mischung fürs Gelieren.
GemengeDas trockene Pulvergemisch aus Sand, Soda, Kalk und Altglas, aus dem in der Wanne Glas geschmolzen wird.
GLGenormtes Rundgewinde, oft an Vorrats- und Laborgläsern. Die Zahl ist der Gewinde-Außendurchmesser in mm.
GlaskorrosionEine dauerhafte Eintrübung des Glases (Grauschleier), die durch Hitze und weiches Wasser entstehen kann und sich nicht mehr entfernen lässt.
GlasurDie glasartige Schutzschicht auf Keramik. Sie macht das Geschirr dicht und hygienisch, muss aber frei von Schadstoffen sein.
Gob (Tropfen)Die exakt abgeschnittene Portion heißes Glas, aus der eine einzelne Flasche entsteht.
GummiringElastische Dichtung bei WECK-Gläsern. Sorgt für den dichten Abschluss und sollte bei Rissen oder Sprödigkeit ersetzt werden.
GärdruckDer Innendruck, der entsteht, wenn lebende Hefen in einer geschlossenen Flasche weiter Kohlensäure bilden.
H
HalsweiteDie Breite der Vasenöffnung. Sie entscheidet, ob Stiele gebündelt und gestützt (eng) oder locker aufgefächert (weit) werden.
HeißabfüllungDas Einfüllen des über 80 Grad heißen Inhalts in vorgewärmte, möglichst keimarme Gläser oder Flaschen mit sofortigem Verschließen - beim Abkühlen entsteht ein Vakuum, und der Inhalt wird gleich mit pasteurisiert.
HMF-WertEine Art Messgröße für Wärmeschäden im Honig. Bleibt bei kühler Lagerung niedrig und steigt bei Hitze stark an.
HygroskopischBezeichnet die Eigenschaft von Honig, Feuchtigkeit aus der Luft anzuziehen. Deshalb muss das Glas dicht verschlossen sein.
I
InertChemisch reaktionsträge — das Material reagiert nicht mit seinem Inhalt und gibt nichts ab. Glas ist das Paradebeispiel.
IS-MaschineDie zentrale Formgebungsmaschine mit vielen unabhängigen Sektionen, die alle gleichzeitig Flaschen produzieren.
K
KahmhefeEin weißer, glatter, pudriger Film auf der Oberfläche - meist harmlos und einfach abschöpfbar.
KalkMacht das fertige Glas haltbar und unempfindlich gegen Wasser, sodass es nicht aufweicht.
Kalk-Natron-GlasDas übliche Alltagsglas für Trink-, Vorrats- und Einmachgläser. Schön, aber nur begrenzt hitzefest und empfindlicher gegenüber schnellen Temperaturwechseln.
KalkbelagMineralische Rückstände aus hartem Wasser, die sich als Schleier aufs Glas legen. Mit milder Säure restlos entfernbar.
Kaltgepresst / nativSchonend ohne Hitze gewonnenes Öl mit viel Aroma - dafür empfindlicher und kürzer haltbar als raffiniertes Öl.
KaraffierenDas Umfüllen eines jungen Weins zur Belüftung, damit er Sauerstoff bekommt und seine Aromen aufblühen.
KelchDer bauchige obere Teil eines Stielglases, der das Getränk aufnimmt. Seine Weite bestimmt, wie viel Luft an den Wein kommt.
KlarspülenGründliches Nachspülen mit klarem Wasser nach dem Reinigen, damit keine Spülmittel- oder Kalkreste zurückbleiben.
KlarspülerSenkt die Oberflächenspannung des Wassers, sodass es abläuft statt einzutrocknen. Verhindert Flecken und Schlieren.
Klebeband-GitterEin Raster aus durchsichtigem Klebeband über der Vasenöffnung, das wegkippende Stiele unsichtbar an ihrem Platz hält.
KonkavLeicht nach innen (nach unten) gewölbt. Ein korrekt versiegelter Deckel sieht in der Mitte genau so aus.
KopfraumDer bewusst frei gelassene Platz zwischen Füllgut und Deckel. Zu wenig verhindert die Versiegelung, zu viel lässt zu viel Luft im Glas.
KristallisationDas natürliche Festwerden von Honig, wenn der Zucker feine Kristalle bildet. Kein Verderb, sondern ein Qualitätszeichen.
KräutersalzMischung aus Salz und getrockneten Kräutern, üblicherweise im Verhältnis vier Teile Salz zu einem Teil Kräuter. Kühl und trocken lange haltbar.
KugelvaseBauchige Vase mit breiter Basis und engerer Öffnung, die schwere, kopflastige Blüten stützt.
KühlofenEin langer Tunnel, in dem die Flasche langsam abkühlt, damit keine inneren Spannungen zurückbleiben.
KülbelDer noch grobe Rohling aus der Vorform, der danach zur fertigen Flasche ausgeblasen wird.
L
LakeDie Salzflüssigkeit im Glas, unter der das Gemüse vollständig liegen muss, damit es geschützt gärt.
LasergravurEin gebündelter Lichtstrahl erhitzt die Glasoberfläche berührungslos und Punkt für Punkt. Sehr fein, ohne Schablone, gut für Details.
LichtgeschmackEine unangenehm muffige Geschmacksnote, die in Bier entsteht, wenn es zu viel Licht abbekommt. Braunglas schützt davor.
LuftdichtEin Verschluss, der keine Luft an das Gewürz lässt. Schützt vor Oxidation und damit vor schnellem Aromaverlust.
LäuterungDer Arbeitsschritt, bei dem die Gasbläschen aus der Schmelze entfernt werden, damit klares Glas entsteht.
M
MagnumGroßformat mit 1,5 Litern, fasst den Inhalt von zwei normalen Flaschen.
Marasca-FlascheDie klassische eckige Öl- und Essigflasche mit kurzem Hals, in der Küche ein Standard.
MattierungDie feine Aufrauung der Oberfläche, die Licht streut und dadurch mattweiß erscheint - wie bei geschliffenem Glas.
MazerationDas Ziehenlassen von Früchten oder Kräutern in Alkohol – also der Kaltauszug, bei dem Aroma und Farbe in die Flüssigkeit übergehen.
Meal PrepDas Vorkochen und Vorbereiten von Mahlzeiten auf Vorrat, meist für mehrere Tage im Voraus.
MehrwegFlaschen oder Gläser, die nach der Rückgabe gespült und viele Male neu befüllt werden, statt nach einmaligem Gebrauch eingeschmolzen zu werden.
MigrationDer Übergang von Stoffen aus der Verpackung in das Lebensmittel. Bei Glas praktisch null, bei anderen Materialien gesetzlich begrenzt.
MilchsäurebakterienWinzige, von Natur aus auf Gemüse sitzende Helfer, die Zucker in Milchsäure verwandeln und so konservieren.
Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD)Die Angabe, bis wann ein Lebensmittel mindestens haltbar ist - ein Hinweis auf die beste Qualität, kein Verfallsdatum. Gewürze sind danach meist noch nutzbar, nur weniger intensiv; Spirituosen über 10 Vol.-% brauchen in der EU keines.
MoussierpunktEine winzige aufgeraute Stelle am Boden eines Sektglases, an der sich die Kohlensäureperlen bilden und aufsteigen.
MündungDer obere Rand der Flasche, auf dem der Verschluss sitzt - der präziseste Teil des ganzen Behälters. Ihre Form (z. B. Schraub-, Kork- oder Bügelmündung) bestimmt, welcher Verschluss passt.
N
NachfüllbeutelWiederverschließbare, meist mehrlagige Beutel zum Auffüllen leerer Gewürzgläser - das Glas bleibt, nur der Inhalt wird ersetzt.
NassverklebungAufbringtechnik mit einer dünnen Wasser-Spülmittel-Lösung, die das Etikett vorübergehend verschiebbar hält und so Korrekturen erlaubt.
NaturkorkStopfen aus einem Stück Korkeichenrinde, der zum großen Teil aus Luft besteht. Dichtet durch dauerhaften Druck nach außen und bleibt mit etwas Feuchtigkeit jahrelang elastisch.
NockenKleine Nasen am Rand eines Twist-Off-Deckels, die unter den Glaswulst greifen. Ihre Anzahl muss zu Deckel und Glas passen.
O
OfenfestKennzeichnung für Glas, das die Hitze des Backofens aushält - in der Regel dickwandiges Borosilikatglas.
OxidationEine durch Luft und Licht angetriebene Reaktion, die Fette ranzig und Inhalte alt werden lässt. Dunkles Glas bremst sie.
ÖlsprüherEin Flaschenaufsatz, der Öl als feinen Nebel verteilt und so beim sparsamen Fetten hilft.
P
PasteurisierenSchonendes Erhitzen unter 100 Grad, das Hefen, Schimmel und viele Bakterien abtöten soll, ohne den Geschmack stark zu verändern.
PE-StopfenEin geschmacksneutraler Verschluss aus lebensmittelechtem Kunststoff – gute Alternative zu Naturkork bei klaren Spirituosen.
PektinEin natürlicher Gelierstoff aus Früchten, der Marmelade zusammen mit Zucker und Säure fest werden lässt.
PET (Polyester)Hochwertige Folie, die mehr Hitze, UV-Licht und Chemikalien aushält als PP - die robustere Wahl für Spülmaschine und Laserdruck.
PfandEin kleiner Geldbetrag, den man beim Kauf hinterlegt und bei Rückgabe der Flasche zurückbekommt - er sorgt dafür, dass Flaschen ins System zurückkehren.
pH-WertDas Maß dafür, wie sauer etwas ist. Je niedriger, desto saurer - unter 4,6 gelten eingelegte Lebensmittel als gut konserviert.
Pool-FlascheEine Standard-Mehrwegflasche, die viele Abfüller gemeinsam nutzen. Dadurch sind die Transportwege kurz und die Ökobilanz besonders gut.
PP (Pilferproof)Originalitätsverschluss mit Sicherungsring, der beim ersten Öffnen bricht. Die Zahl nennt die Mündungsgröße in mm.
PP (Polypropylen)Günstige, wasserfeste Folie für Etiketten. Verträgt weniger Hitze als PET und eignet sich eher für normale, nicht spülintensive Anwendungen.
PP-SchraubverschlussGenormter Schraubdeckel, benannt nach dem Gewindedurchmesser in Millimetern, etwa PP28. Verbreitet bei Saft-, Kosmetik- und Medizinflaschen.
Q
QuarzsandDer Hauptrohstoff des Glases und eigentliche Glasbildner. Schmilzt allein aber erst bei sehr hohen Temperaturen.
R
RaffiniertStark gereinigtes, neutrales Öl, das länger haltbar und hitzestabiler ist als natives Öl.
RanzigDer typische muffig-säuerliche Geruch und Geschmack, wenn Öl mit der Zeit mit Sauerstoff reagiert und verdirbt.
RiechtestEinfache Frischeprobe: eine Prise in der Handfläche verreiben und daran riechen. Schwacher Duft heißt, das Aroma lässt nach.
S
SandstrahlenEin feines Strahlmittel wird unter Druck gegen das Glas geschleudert und mattiert es. Eine Folienschablone deckt ab, was klar bleiben soll.
SanitisierenGründliches Reinigen und Vorwärmen, etwa in der Spülmaschine. Reduziert Keime, ist aber keine vollständige Sterilisation.
ScherbenDas zerkleinerte Altglas, das gereinigt und sortiert wieder eingeschmolzen wird, um daraus neues Glas zu machen.
SchichtmethodeDas Befüllen eines Glases in einer bestimmten Reihenfolge - Dressing unten, Blattgrün oben - damit der Salat länger frisch bleibt.
SchlegelSchlanke, flötenförmige Flasche, das typische Zuhause des deutschen Rieslings.
SchmelzwanneDer große Dauerofen der Glashütte, in dem das Gemenge bei rund 1.500 Grad zu flüssigem Glas wird.
SchrägschnittDie Stiele werden im 45-Grad-Winkel mit einem scharfen Messer angeschnitten. Das vergrößert die Wasseraufnahme und hält die Blumen länger frisch.
SektionEine eigenständige Arbeitsstation der Maschine - läuft unabhängig von den anderen weiter.
SiebdruckDruckverfahren mit einer eigenen Schablone je Farbe. Lohnt sich erst ab größeren Stückzahlen, ist dann aber günstig pro Glas.
SodaEin Zusatzstoff, der dafür sorgt, dass der Sand schon bei niedrigerer Temperatur schmilzt.
SolitärvaseEine schmale Vase für eine einzelne Blüte. Eine leere Glasflasche eignet sich dafür ideal.
SortenreinGlas, das nach Farbe getrennt und von Fremdstoffen befreit ist, also nur noch aus einer sauberen Glasart besteht.
SpeiserDie Station nach der Wanne, in der das Glas auf genaue Temperatur gebracht und in einzelne Tropfen geschnitten wird.
SterilisierenMöglichst weitgehendes Keimfreimachen, das auch widerstandsfähige Dauerformen erfassen soll. Erfordert höhere Temperaturen als das Pasteurisieren.
T
ThermoschockEin zu schneller oder ungleichmäßiger Temperaturwechsel, bei dem ein heißer und ein kühler Bereich im Glas gegeneinander arbeiten. Die entstehende Spannung kann das Glas springen lassen.
TulpenformEine nach oben enger zulaufende Glasform, die die Duftstoffe bündelt und konzentriert in die Nase lenkt.
TumblerEin breites, niedriges Glas mit dickem Boden - klassisch für Whisky on the rocks und Cocktails.
Twist-Off-Deckel (TO)Metalldeckel mit kleinen Nocken statt Gewinde, der sich mit einer Vierteldrehung öffnen und schließen lässt und über ein Vakuum dichtet - der gängigste Glasverschluss, typisch für Marmelade, Konserven und Eingemachtes. Die Zahl in der Bezeichnung, etwa TO82, nennt den Durchmesser der Glasmündung in Millimetern.
Twist-Off-GlasSchraubglas mit Metalldeckel und meist weiter Öffnung, das sich gut stapeln und auslaufsicher verschließen lässt.
TyndallisierenDas zweimalige Einkochen im Abstand von ein bis zwei Tagen. Es senkt das Risiko, ersetzt aber kein Druckeinkochen.
U
UpcyclingAus einem ausgedienten Gegenstand etwas Neues und Höherwertiges machen - zum Beispiel aus einer Weinflasche eine Vase oder ein Windlicht.
UV-LichtUnsichtbarer, sehr energiereicher Teil des Lichts. Er löst die meisten Lichtschäden an Lebensmitteln und Getränken aus.
V
Vakuum (Unterdruck)Der Unterdruck, der im verschlossenen Glas nach dem Abkühlen entsteht: Innen herrscht weniger Druck als außen, sodass der äußere Luftdruck den Deckel fest ansaugt und das Glas dichtet - das Zeichen für einen dichten Verschluss.
Vakuumknopf (Safety-Button)Kleine Wölbung in der Deckelmitte. Nach innen gezogen heißt Vakuum vorhanden und dicht; klickt sie oder springt sie hoch, ist das Vakuum weg.
VektordateiEin Bildformat (etwa SVG oder EPS), das sich beliebig vergrößern lässt, ohne unscharf zu werden - ideal für Logos zur Gravur.
VerwertungsquoteDer Anteil des gesammelten Glases, der tatsächlich wiederverwertet wird. 2022 lag er in Deutschland bei 84,6 Prozent.
W
WarmweißEin gemütlicher, leicht goldener Lichtton um 2.700 bis 3.000 Kelvin - relevant vor allem bei LED-Teelichtern.
Wash-Off-EtikettEtikett mit Spezialkleber, der sich im Spülgang absichtlich wieder löst. Praktisch für Mehrweggläser, die häufig neu beschriftet werden.
WasserhärteMaß für den Kalkgehalt des Wassers. Hartes Wasser hinterlässt Kalk, sehr weiches begünstigt Korrosion.
WeckglasEinmachglas mit Glasdeckel und Gummiring, das mit Klammern verschlossen wird. Wirkt hochwertig und ist gut sichtbar befüllbar.
Weißglas / ExtraweißglasBesonders klares Glas aus eisenarmem Rohstoff, ohne grünlichen Stich. Zeigt den Inhalt in echten Farben.
WärmeausdehnungDie Eigenschaft von Material, sich bei Wärme auszudehnen und bei Kälte zusammenzuziehen. Bei Glas die Hauptursache für Bruch.
Glaswissen · Wissensrubrik · Glas-Glossar A–Z (136 Begriffe)
Hinweis: Dieser Wissensbereich bietet allgemeine, unverbindliche Informationen rund um Glas und ist keine fachliche, rechtliche oder gesundheitliche Beratung. Ob ein Tipp für deine Situation und dein Glas geeignet ist, prüfst du bitte vor der Anwendung selbst. Für Vollständigkeit, Aktualität und Richtigkeit sowie für Folgen aus der Nutzung dieser Inhalte übernehmen wir keine Gewähr.