Kirschlikör

Kirschlikör ist der klassische Aufgesetzte, den man im Sommer ansetzt, wenn reife Kirschen reichlich verfügbar sind. Ein Teil der Kerne zieht bewusst mit und gibt dem Likör seine feine Mandelnote, die den Fruchtgeschmack unterstreicht. Nach einigen Wochen Ruhezeit im Dunkeln entsteht ein samtiger, rubinroter Likör mit rund 22 % vol.
Zutaten (Basis 500 g Kirschen)
- 500 g Kirschen, entstielt
- 250 g Zucker
- 750 ml Korn oder Doppelkorn (32 % vol)
Zubereitung
- Kirschen waschen, entstielen und mit einem Teil der Kerne in ein sauberes Gefäß mit weiter Öffnung geben.
- Zucker darüberstreuen und beides kurz ziehen lassen, damit die Früchte etwas Saft abgeben.
- Mit Korn oder Doppelkorn auffüllen, bis die Kirschen vollständig bedeckt sind.
- Gefäß verschließen und an einem kühlen, dunklen Ort mindestens 6 bis 8 Wochen ruhen lassen.
- Alle paar Tage leicht schwenken, damit sich Zucker und Aromen gleichmäßig verteilen.
- Nach der Reifezeit die Kirschen abseihen und den Likör durch ein feines Tuch oder einen Kaffeefilter geben.
- Den klaren Likör in vorbereitete Flaschen abfüllen.
Tipps
- Vollreife, unbeschädigte Kirschen verwenden, das ergibt das intensivste Aroma.
- Nur saubere, trockene Gefäße und Flaschen verwenden, damit der Ansatz nicht trübt oder schimmelt.
- Wer es milder mag, verzichtet auf die Kerne oder lässt nur wenige mitziehen.
- Enthält Alkohol – nichts für Kinder und Schwangere.
Haltbarkeit
Dunkel und kühl gelagert hält sich Kirschlikör durch den Alkohol- und Zuckergehalt mehrere Monate bis über ein Jahr. Am besten schmeckt er frisch abgefüllt innerhalb der ersten Monate.
Die passende Flasche
Für den fertigen Likör eignet sich eine Likör-, Maraska- oder Dora-Flasche zwischen 40 und 250 ml: Die schlanke Form lässt sich gut portionieren und verschenken, ein dicht schließender Verschluss hält den Likör über Monate stabil.
Häufige Fragen
Wie lange muss Kirschlikör ziehen?
Rechnen Sie mit mindestens 6 bis 8 Wochen an einem kühlen, dunklen Ort. In dieser Zeit geben Kirschen und Kerne ihr Aroma an den Alkohol ab, und der Zucker löst sich vollständig auf. Je länger der Likör ruht, desto runder wird der Geschmack.
Muss man die Kirschkerne mit ansetzen?
Nein, das ist optional. Die Kerne sorgen für eine feine Mandelnote im fertigen Likör, wer diese nicht mag, lässt sie einfach weg oder gibt nur wenige mit dazu. Der Likör gelingt in beiden Varianten.
Welcher Alkohol eignet sich für Kirschlikör?
Klassisch wird Korn oder Doppelkorn mit rund 32 % vol verwendet. Er hat einen neutralen Eigengeschmack und lässt die Kirschnote im Vordergrund. Wodka mit vergleichbarem Alkoholgehalt funktioniert ebenso.