Orangenlikör

Orangenlikör nutzt Schale und Saft unbehandelter Orangen, um mit Zucker und Alkohol ein frisch-fruchtiges Aroma anzusetzen – ein Rezept, das sich ohne lange Wartezeit auf reifes Steinobst das ganze Jahr über machen lässt. Nach drei bis vier Wochen Ziehzeit wird abgeseiht und bei Bedarf ein zweites Mal gefiltert. Es entsteht ein klarer, zitrusfrischer Likör mit rund 26 % vol.
Zutaten (Basis 4 Stk. Orangen)
- 4 Stk. Orangen, unbehandelt
- 350 g Zucker
- 700 ml Wodka oder Korn (40 % vol)
Zubereitung
- Orangen heiß abwaschen und trocken reiben, die Schale möglichst dünn abschälen, nur die orangefarbene Schicht ohne die weiße, bittere Haut.
- Orangen auspressen und den Saft auffangen.
- Schale, Saft und Zucker in ein sauberes Schraubglas geben, mit 700 ml Wodka oder Korn auffüllen.
- Glas verschließen und 3 bis 4 Wochen an einem dunklen Ort ziehen lassen, gelegentlich schwenken, bis sich der Zucker gelöst hat.
- Anschließend abseihen und zur Klärung noch einmal durch einen Kaffeefilter geben.
- In Flaschen abfüllen; die Ausbeute liegt bei etwa 1,1 Litern mit rund 26 % vol. Wer mag, gibt vor dem Abfüllen einen Schuss Vanilleextrakt hinzu.
Tipps
- Nur unbehandelte, am besten Bio-Orangen verwenden, da die Schale mit verarbeitet wird.
- Die weiße Haut unter der Schale möglichst vollständig vermeiden, sie schmeckt bitter.
- Enthält Alkohol – nichts für Kinder, Schwangere und Stillende.
- Ein Schuss Vanilleextrakt rundet das Aroma ab, ist aber kein Muss.
Haltbarkeit
Ungeöffnet kühl und dunkel gelagert mehrere Monate haltbar; nach dem Öffnen zügig verbrauchen, damit das frische Zitrusaroma erhalten bleibt.
Die passende Flasche
Bei rund 1,1 Litern Ausbeute eignen sich Likör-, Maraska- oder Dora-Flaschen von 40 bis 250 ml, damit Sie den Likör in handlichen Mengen abfüllen und probieren können; ein dichter Verschluss bewahrt das flüchtige Orangenaroma.
Häufige Fragen
Warum müssen die Orangen unbehandelt sein?
Weil die Schale mit ihrem ätherischen Öl den Hauptteil des Aromas liefert und mitverarbeitet wird. Behandelte Schalen können Rückstände von Wachs oder Pflanzenschutzmitteln enthalten, die im Likör nichts zu suchen haben. Bio-Orangen oder Orangen aus kontrolliertem Anbau sind daher die sicherere Wahl.
Wie lange muss Orangenlikör ziehen?
3 bis 4 Wochen an einem dunklen, kühlen Ort reichen aus, da die Orangenschale ihr Aroma schneller abgibt als etwa Steinobst. Danach abseihen und probieren – schmeckt es bereits rund, können Sie auch früher abfüllen. Zu langes Ziehen mit Schale kann leicht bitter werden.
Warum wird der Likör zweimal gefiltert?
Das erste Abseihen entfernt Schale und Fruchtreste, der zweite Durchgang durch einen Kaffeefilter klärt die Flüssigkeit und macht sie schön klar. Das ist optional, sorgt aber für ein appetitlicheres Ergebnis in der Flasche. Ohne den zweiten Filterschritt bleibt der Likör leicht trüb, schmeckt aber genauso.