Schlehenlikör

Schlehenlikör entsteht aus den kleinen, herben Früchten der Schlehe, die durch Frost milder im Geschmack werden. Die Früchte reifen mit Zucker und Gin oder Korn mehrere Monate zu einem herb-fruchtigen Likör mit rund 25 % vol. Wer im Herbst sammelt, kann pünktlich zur Weihnachtszeit den ersten selbst angesetzten Likör genießen.
Zutaten (Basis 500 g Schlehen)
- 500 g Schlehen, gefrostet
- 250 g Zucker
- 750 ml Gin oder Korn (38 % vol)
Zubereitung
- Die gefrosteten Schlehen kurz antauen lassen und mit einer Gabel oder Nadel mehrfach einstechen, damit später mehr Saft austreten kann.
- Die Früchte zusammen mit dem Zucker in ein sauberes, weithalsiges Glas füllen.
- Mit Gin oder Korn auffüllen, bis die Schlehen vollständig bedeckt sind, und das Glas gut verschließen.
- Das Glas an einen dunklen, kühlen Ort stellen und in den ersten Wochen regelmäßig schütteln, damit sich der Zucker löst.
- Mindestens 2 bis 3 Monate ziehen lassen; je länger die Reifezeit, desto runder wird der Likör.
- Den Ansatz durch ein feines Sieb oder ein Tuch abseihen und die Früchte gut auspressen.
- Den fertigen Likör in saubere Flaschen abfüllen und vor dem Servieren noch etwas nachreifen lassen.
Tipps
- Verwenden Sie Schlehen, die schon Frost abbekommen haben, oder legen Sie frisch geerntete Früchte ein bis zwei Tage ins Gefrierfach – das macht sie milder.
- Schütteln Sie das Glas in den ersten zwei bis drei Wochen mehrmals wöchentlich, damit sich der Zucker gleichmäßig löst.
- Je länger der Likör reift, desto weicher und runder wird der Geschmack – Geduld lohnt sich.
- Enthält Alkohol – nichts für Kinder und Schwangere.
Haltbarkeit
Ungeöffnet und dunkel gelagert hält sich Schlehenlikör durch den hohen Alkohol- und Zuckergehalt mehrere Jahre. Nach dem Öffnen sollte er innerhalb einiger Monate genossen werden, damit das Aroma frisch bleibt.
Die passende Flasche
Für Schlehenlikör eignet sich eine Likör-, Maraska- oder Dora-Flasche zwischen 40 und 250 ml: Die kleinen Größen passen zur Ausbeute von etwa 1,1 Liter und lassen sich gut portionieren, etwa als Geschenk. Ein dicht schließender Verschluss hält den Likör über die lange Reifezeit hinweg sauber und aromadicht.
Häufige Fragen
Wie lange muss Schlehenlikör ziehen?
Rechnen Sie mit mindestens 2 bis 3 Monaten Ruhezeit an einem dunklen, kühlen Ort. Viele Ansetzer lassen den Likör noch länger stehen, weil er mit der Zeit runder und milder im Geschmack wird. Vor dem ersten Abfüllen sollten die Schlehen ihre Farbe und einen Großteil ihres Aromas an den Alkohol abgegeben haben.
Müssen Schlehen vor dem Ansetzen gefroren werden?
Zwingend nötig ist es nicht, empfehlenswert aber schon: Frost oder mehrere Stunden im Gefrierfach machen die Schale mürbe und lassen die Früchte milder schmecken. Wer im Herbst frisch geerntete Schlehen verwendet, sollte sie vor dem Ansetzen einfrieren und wieder auftauen lassen. Ohne diesen Schritt wirkt der Likör oft härter und weniger rund.
Wie stark ist selbst gemachter Schlehenlikör?
Mit den Mengen aus diesem Rezept liegt der fertige Likör bei etwa 25 % vol. Der genaue Wert hängt vom verwendeten Gin oder Korn und von der Zuckermenge ab. Wer einen milderen Likör möchte, kann beim Verdünnen nach dem Abseihen etwas Wasser oder zusätzlichen Zuckersirup zugeben.